Minigolf-Regeln einfach erklärt
Die Grundidee kennt jeder: Ball vom Abschlag ins Loch, mit so wenigen Schlägen wie möglich. Bei den Details gehen die Meinungen in vielen Familien auseinander. Hier stehen die Regeln, wie sie auf den meisten Anlagen in Deutschland am Eingang hängen. Die Turnierregeln des Deutschen Minigolfsport Verbands sind strenger, für eine Runde mit Freunden brauchst du sie nicht.
Die wichtigsten Regeln auf einen Blick
| Schläge pro Bahn | höchstens 6. Liegt der Ball dann nicht im Loch, zählt die Bahn 7. |
|---|---|
| Wertung | Jeder Schlag ist ein Punkt. Die kleinste Summe gewinnt. |
| Erster Schlag | immer vom Abschlag, danach von dort, wo der Ball liegen bleibt. |
| Ball im Aus | nach dem Hindernis: dort zurücklegen, wo er raus ist. Vor dem Hindernis: neu vom Abschlag. |
| Ball an der Bande | darf im rechten Winkel weggesetzt werden, so weit wie die Markierung reicht. |
| Ball klemmt im Hindernis | zurück an die Stelle, von der du geschlagen hast. |
| Reihenfolge | Bahn 1 bis 18 nacheinander, nicht überholen. |
Wie gezählt wird
Jeder Schlag ist ein Punkt, auch ein verunglückter. Triffst du mit dem ersten Schlag, ist das ein Ass und zählt 1. Nach sechs Schlägen ist Schluss: Du trägst eine 7 ein und nimmst den Ball mit. Das hält den Betrieb in Gang, denn hinter dir wartet meist schon die nächste Gruppe.
Auf 18 Bahnen landen Gelegenheitsspieler oft irgendwo zwischen 40 und 60 Schlägen. Wer regelmäßig spielt, kommt deutlich darunter. Turnierspieler auf ihrer Heimanlage schaffen Runden mit nur wenig mehr als einem Schlag pro Bahn.
Ball im Aus, an der Bande, im Hindernis
Der Ball springt von der Bahn
Entscheidend ist, ob er das Hindernis schon überwunden hatte. Viele Bahnen haben dafür eine weiße Linie hinter dem Hindernis. Liegt der Ball schon dahinter, legst du ihn an der Stelle zurück, an der er die Bahn verlassen hat, und spielst weiter. Springt er schon vorher heraus, geht es zurück zum Abschlag. Der Schlag zählt in beiden Fällen.
Der Ball liegt direkt an der Bande
Dann bekommst du kaum einen sauberen Schlag hin. Deshalb darfst du ihn im rechten Winkel von der Bande wegsetzen. Wie weit, zeigt auf vielen Betonbahnen ein weißer Strich. Fehlt die Markierung, gilt auf den meisten Anlagen etwa eine Schlägerkopflänge.
Der Ball bleibt im Hindernis stecken
Kommt bei Röhren oder Tunneln vor. Du holst ihn heraus und schlägst noch einmal von der Stelle, an der du vorher gestanden hast.
Schläger halten und zielen
Rechtshänder greifen mit der linken Hand oben, die rechte darunter. Linkshänder machen es umgekehrt, für sie liegen auf den meisten Anlagen eigene Schläger bereit. Die Füße stehen etwa schulterbreit neben dem Ball, die Bewegung kommt aus den Schultern, die Handgelenke bleiben ruhig.
Bei langen, geraden Bahnen hilft ein Zielpunkt etwa 30 Zentimeter vor dem Ball. Trifft der Ball diese Linie, läuft er meist auch gerade weiter.
Regeln auf Adventure-Golf- und Schwarzlicht-Anlagen
Auf Adventure-Golf-Plätzen gibt es oft ein Par pro Bahn, also eine Zielzahl an Schlägen, ähnlich wie beim großen Golf. Die Grenze von sechs Schlägen gilt dort ebenfalls häufig, manchmal auch fünf. In Schwarzlicht-Hallen hast du oft ein festes Zeitfenster, weil die nächste Gruppe zu einer bestimmten Uhrzeit startet. Was genau gilt, steht auf der Tafel am Eingang oder auf der Rückseite der Zählkarte.
Mehr zu den Unterschieden findest du unter Adventure Golf und Minigolf: die Arten im Überblick.